sweets processing 1-2/2026

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Starker Fokus auf technologische Innovation und Nachhaltigkeit

Die Gulfood Manufacturing 2025 brachte zahlreiche neue Geschäftskontakte und Partnerschaften hervor. Aussteller berichteten von erfolgreichen Kooperationen und u­nterstrichen die gestiegene Nachfrage nach umweltfreundlichen Verpackungen, digitalen Lösungen wie KI und vorausschauender Wartung sowie marktspezifischen ­Erkenntnissen. Die Veranstaltung zog ein internationales Publikum an und stärkte Dubais Rolle als wichtiges Zentrum für die Lebensmittel und Getränke-Industrie in der MENA-Region.

Von Stanislav Kramsky


Zum elften Mal fand die Gulfood Manufacturing, die führende Messe für Lebensmittel und Getränkehersteller, Zulieferer der Lieferkette und Technologie-Pioniere in der Region, in Dubai statt. Das diesjährige Event vereinte über 2.500 Aussteller aus 79 Ländern, was einem Wachstum von 32 % gegenüber 2024 entspricht. In 21 Hallen präsentierten die aus­stellenden Unternehmen zahlreiche zukunftsweisende Lösungen und Innovationen, welche die Produktion optimieren, die Qualitätskontrolle verbessern und die langfristige Rentabilität steigern.

Die meisten Aussteller kamen aus China (374), dem Gastgeberland ­Vereinigte Arabische Emirate (307), Italien (254) und Deutschland (195). Zum ersten Mal gab es Länderpavillons aus Korea, Japan und Russland. Hauptsponsor war diesmal das jordanische Unternehmen Chocolake, das sowohl Industrie als auch Einzelhandelsprodukte herstellt. An seinem großen Stand präsentierte Chocolake viele Schokoladen und Kuvertüre­sorten sowie Füllungen und weitere Zutaten. Für den Einzelhandel stellte das Unternehmen verschiedene ­Dubai-Schokoladentafeln vor, die auch in Europa erhältlich sind.

Die Besucher konnten aktuelle Branchentrends erleben und sehen, welche Themen die Branche besonders bewegen, wobei die Nachhaltigkeit in allen Bereichen vorrangig war. Zudem standen gesunde Snacks verstärkt im Fokus, um den Menschen Möglichkeiten für eine bessere Ernährung bieten zu können. Hierzu zählen auch die pflanzlichen Proteine, die zunehmend an Bedeutung als künftige Alternativen in der Lebensmittelproduktion gewinnen.

Bei den Anbietern von Maschinen und Verpackungslösungen war ersichtlich, dass Automatisierung und Digitalisierung weiter stark vorangetrieben werden. In dieser Hinsicht spiegelten sowohl die Messestände wie auch das Rahmenprogramm diese ­Entwicklung wider und unterstrichen das strategisches Engagement der Firmen in all diesen Bereichen. Es ­waren sehr viele neue Projekte und ­Konzepte zu sehen, ­welche die Transformation hin zu effizienteren, intelligenteren und nachhaltigeren Pro­duktions und Verpackungsprozessen fördern. Sie fließen nun in die Weiterentwicklung der Branche ein, die den Verbrauchern neue marktgerechte und nachhaltige Lösungen bieten will, um den wachsenden Anforderungen der Menschen gerecht zu werden.

Das Messegeschehen in Dubai ­dominierten Aussteller aus den Bereichen Verarbeitung und Verpackung. In zwei separaten Hallen wurden ­zudem Zutaten für produzierende ­Unternehmen präsentiert. Tatsächlich deckte die Messe die gesamte Lebensmittelproduktions­kette ab von den Zutaten über die Automatisierung, Produktion bis hin zum Ver­packungssektor und zu Supply-Chain-Lösungen. Unter den Ausstellern ­befanden sich auch globale Unternehmen wie Tetra Pak, Husky, Ishida, ADM ­International, Cargill, Arla Foods, Givaudan und ­Sollich Chocotech.

Aus der Schokoladenbranche präsentierten sich zahlreiche Hersteller von Industrieschokolade, darunter ­Altinmarka und Meister aus der Türkei, Crea und Laica aus Italien sowie Unternehmen aus Indonesien, China und Malaysia. Diese stellten sowohl Industrie als auch Einzelhandels­produkte vor und berichteten von einem erfolgreichen Messeauftritt. Sie konnten Kunden aus aller Welt ­gewinnen, wobei auch viele Besucher aus Europa vertreten waren. Laica und Crea nahmen bereits mehrfach an der Messe teil. Viele europäische Unternehmen wie Sollich und Choco­tech haben lokale Vertretungen in den Golfstaaten. Ihre Präsenz in Dubai ist laut ­Angaben von Nutzen für die weitere Entwicklung in der Region.

Ein Teil der Messe war der Food Tech Summit, ein globaler Thinktank mit einigen interessanten Vorträgen, die sich intensiv mit Nachhaltigkeit, Innovationsprozessen, Transparenz s­owie der Zukunft von Lebensmitteln und Verpackungen ­befassten. Ein wichtiges Thema war auch das Recycling von Verpackungen.

Als ein weiteres Problem wurde die Lebensmittelverschwendung behandelt. Diese trägt laut einer wissenschaft­lichen Untersuchung mit 7,9 % zur Luftverschmutzung bei, während Flug­gesellschaften überraschenderweise nur für 2 % verantwortlich sind. Ein weiteres Highlight: Der US-Konzern Cargill präsentierte seine ­Innovation NexCoa, entwickelt in enger Partnerschaft mit dem Food-Technologie-Start-up Voyage Foods. Die kakaofreie Schokoladenalternative wird aus Traubenkernen und Sonnenblumenöl hergestellt. Beim Probieren merkt man nicht, dass es sich nicht um echte Milchschokolade handelt. Die Redner kamen in der abschließenden Diskussion zu dem Schluss, dass Verbraucher über die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln und Verpackungen aufgeklärt werden müssen. Es bedürfe einer klaren Transparenz, was vor allem von der Generation Z eingefordert wird. Ballaststoffe werden in den nächsten drei Jahren ein zentrales Thema sein und Protein teilweise ersetzen.

Am Ende zeigten sich viele Aussteller mit dem Messegeschehen im Dubai World Trade Centre zufrieden. „Die Gulfood Manufacturing hat ­einmal mehr gezeigt, wie wichtig ­persönliche Begegnungen und der fachliche Dialog sind. Die Kunden von heute erwarten Lösungen, die Innovation, Qualität und Umweltbewusstsein vereinen. Und die Gespräche auf der Messe haben gezeigt, dass unsere Lösungen genau diese Bedürfnisse erfüllen“, erklärten z. B. Verantwortliche der Firma Gulfpack Solutions, die zum zweiten Mal gemeinsam mit dem ­Unternehmen Solipac ausstellte.

 

http://www.gulfoodmanufacturing.com


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