Die neue Anlage ermöglicht die Massenfertigung von faserbasierten Flaschen, Containern, Tubes und mehr als Alternative zu Kunststoffverpackungen. Das Kölner Technologie und Materialforschungsunternehmen hat gemeinsam mit den Automatisierungsexperten ICE Industrial Services (Tschechien) und Faserguss-Maschinenexperten Inmaco Solutions (Niederlande) den operativen Start der patentierten Produktionsanlage Papacks® MODEL S10 bekanntgegeben.
Die vollautomatisierte Fertigungslinie ist ab sofort in der Papacks GIGAFACTORY in Arnstadt verfügbar. Das Ziel der „grünen Allianz“ ist es, durch skalierbare Prozesse eine wirtschaftlich konkurrenzfähige Alternative zu konventionellen Kunststoffverpackungen bereitzustellen, die den Vorgaben der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) entspricht.
Die als schlüsselfertige Lösung („Turnkey Solution“) konzipierte Anlage kombiniert Materialwissenschaft mit industrieller Automatisierungstechnik. Während bisherige Lösungen für komplexe Faserformteile oft auf Labor oder Kleinserien beschränkt waren, ist die PAPACKS® MODEL S10 auf hohe industrielle Volumina ausgelegt.
Die Anlage ist modular aufgebaut: Neben der aktuellen Kapazität von 10 Millionen Einheiten sind zukünftige Modelle mit Kapazitäten von 20, 50 bis hin zu 100 Millionen Einheiten pro Jahr geplant.
Der aktuelle Markt verfügt derzeit nur über eine Handvoll Anbieter, die sich ausschließlich auf Faserguss-Flaschen beschränken. Die neue Technologie von PAPACKS differenziert sich hierbei deutlich: Sie ermöglicht eine designunabhängige Produktion in Serie und ist in der Lage, bisher kritische physikalische Limitierungen sowie komplexe Barriere-Anforderungen technologisch zu lösen. Ein Kernmerkmal ist die Flexibilität: Die Linie kann mehrere verschiedene, designunabhängige Formen parallel produzieren.
Die Anlage befindet sich in der „PAPACKS® Gigafactory“ am Standort Arnstadt und ist technisch validiert. Zielgruppen sind Hersteller von schnelllebigen Konsumgütern (FMCG) aus den Bereichen Kosmetik, Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel (Supplements) sowie Abfüller, die ihre ESG-Ziele (Environmental, Social, Governance) umsetzen müssen.
Papacks agiert als Initiator und Patentinhaber der Allianz und bietet interessierten Industriekunden ein duales Modell an: Neben dem Bezug der fertigen Verpackungsprodukte ist ab sofort auch die Lieferung der kompletten Papacks® MODEL S10 sowie skalierbarer künftiger Modelle als schlüsselfertige Lösung möglich. Die Projektierung und die Installation erfolgen hierbei in direkter Zusammenarbeit mit Papacks®, ICE Industrial Services und Inmaco Solutions.
Zur Absicherung der Investition und Technologie verweist das Unternehmen auf einen umfassenden IP-Schutz: Sowohl für die eingesetzten Materialien, Fertigungsprozesse und Verfahren als auch für spezifische Maschinentechnologien bestehen diverse „Pending Patents“.
Die Entwicklung der Papacks® MODEL S10 ist das Ergebnis einer strategischen Partnerschaft. Papacks hält die Patente für Material, Fertigungsprozesse sowie Coating-Technologie und verantwortet das Produktdesign. Inmaco Solutions steuerte das Engineering für die Aufbereitung der Fasern bei. ICE Industrial Services integrierte Robotik und Automatisierungslösungen in den Verpackungsprozess.
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