Kakaopreise unter Druck, Milchprodukte stabil, Zuckermarkt im Umbruch: Puratos veröffentlicht Rohstoffreport für das zweite Quartal 2025
Im Fokus des zweiten Quartals: volatile Kakaopreise, stabile Getreidemärkte und regionale Unsicherheiten beim Zucker. Kakao bleibt ein unsicherer Faktor: Während der Absatz von Kakaopulver stabil bleibt, geraten Butter und Zwischenprodukte unter Druck. Die Lagerbestände in Europa sinken, die Qualität der Zwischenernte lässt zu wünschen übrig. Gleichzeitig zeigt sich die Nachfrage nach echter Schokolade schwächer als erwartet – eine Herausforderung für Hersteller in der Süßwarenbranche.
Zucker entwickelt sich regional unterschiedlich: Während der globale Zuckerpreis durch schwache Nachfrage und wirtschaftliche Unsicherheiten unter Druck steht, steigen die Preise in Europa weiter – unter anderem in Spanien, Italien und Großbritannien. Die Anbaufläche für Zuckerrüben in der EU soll zur kommenden Saison um rund 8,5 Prozent schrumpfen. Weizen zeigt sich robust. Gute Ernteaussichten und ein begrenztes Verkaufsinteresse seitens der Landwirte stützen die Preise – trotz schwacher Importnachfrage aus China und Indien. Der Milchmarkt bleibt insgesamt stabil, mit hohen Preisen bei Butter und Milchproteinen. Lediglich Magermilchpulver ist günstiger verfügbar. Die Eierpreise bleiben fragil. Nach einem saisonalen Rückgang nach Ostern belasten Vogelgrippefälle in Polen und den USA erneut die Versorgungslage. Auch pflanzliche Öle stehen unter Druck: Während Palmöl- und Palmkernölpreise aufgrund schwacher Nachfrage sinken, ist die Lage bei Raps-, Sonnenblumen- und Sojaöl von klimatischen Einflüssen und politischen Entscheidungen rund um Biokraftstoffe geprägt.
„Viele Rohstoffe zeigen sich derzeit uneinheitlich – Preisspitzen stehen plötzlichen Rückgängen gegenüber“, erklärt Kirsten Zabel, Marketing Managerin bei Puratos Deutschland. „Wir beobachten eine zunehmende Planungsunsicherheit für Bäckereien, Konditoreien und Industriekunden – und unterstützen sie mit regelmäßigen Analysen und Einschätzungen.“ Die Energiepreise verharren derzeit auf neutralem Niveau, bei steigenden Gasspeichern und gedämpfter Nachfrage in Asien. Die Inflation in Deutschland lag im Mai 2025 bei 2,1 Prozent – ein leicht erhöhter, aber noch moderater Wert.
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