Nagel-Group digitalisiert Fahrerabfertigung
Wie das Logistikunternehmen mitteilte, ist das Ziel des Projekts, den Arbeitsalltag von Berufskraftfahrern und Abfertigungspersonal gleichermaßen zu erleichtern. Dabei stehen die Überwindung von Sprachbarrieren, die Reduktion manueller Tätigkeiten, die Minimierung von Wartezeiten und der Abbau von Papieraufwand im Fokus.
Im Juli erfolgt der Rollout für alle internationalen Standorte. Bereits Ende 2024 hatte die Nagel-Group am Standort in Borgholzhausen den Startschuss für das neue Projekt gegeben. Seitdem wurde die Lösung kontinuierlich weiterentwickelt und nun bundesweit implementiert. Gruppenweit sind aktuell 75 Terminals im Einsatz, sie bilden die neue digitale Schnittstelle zwischen Fahrpersonal und Standort.
Das „Driver Terminal“ (driver-terminal.com) basiert auf einer mehrsprachigen, intuitiv bedienbaren Software, die dem Fahrpersonal eine selbstständige Abwicklung der Abfertigungsprozesse ermöglicht. Inspiriert von bekannten Self-Service-Systemen im Einzelhandel oder in der Gastronomie sorgt das Terminal für eine hohe Nutzerfreundlichkeit und reduziert Wartezeiten sowie administrativen Aufwand spürbar. „Aus einem Pilotprojekt ist in kürzester Zeit ein wegweisendes System geworden, das unsere Fahrerabfertigung europaweit neu definiert“, erklärte dazu Michael Lütjann, CIO der Nagel-Group. „Mit dem Rollout in ganz Europa schaffen wir eine einheitliche Lösung, die nicht nur unsere internen Prozesse vereinfacht, sondern auch die Zusammenarbeit mit unseren Partnern verbessert.“
Vor Einführung des Driver Terminals erfolgte die Fahrerabfertigung manuell: Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer meldeten sich persönlich im Sammelgutausgangsbüro an, mussten Formulare ausfüllen, Ausweisdokumente vorzeigen und auf eine manuelle Bearbeitung durch das Personal warten. Sprachbarrieren, lange Wartezeiten und ein hoher administrativer Aufwand prägten den Prozess für beide Seiten. Heute läuft der Prozess vollständig digital: Fahrerinnen und Fahrer checken sich eigenständig am Terminal ein und unterschreiben die Transportdokumente digital. Über einen Beleg erhalten sie Informationen zu ihrer Abfertigung. Die Kommunikation erfolgt klar, schnell und digital – unabhängig von Sprachkenntnissen oder Standort.
Besonders weit fortgeschritten ist die Umsetzung am Pilotstandort in Borgholzhausen: Die Abfertigung im Sammelgutbereich erfolgt inzwischen vollständig über das Driver Terminal. „Das Terminal unterstützt das Team rund um die Uhr bei der Abfertigung. So können Arbeitszeiten und Aufgaben im speditionellen Bereich neu geordnet werden. Stoßzeiten während der Urlaubszeit oder bei hohem Krankenstand können besser abgefangen werden und somit Wartezeiten für unsere Fahrerinnen und -Fahrer reduziert werden“, sagte Marta Dauer, Abteilungsleitung Sammelgutausgang am Standort Borgholzhausen.
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