Die Organisation Flexible Packaging Europe zeigt hier den Anteil von Folien bei Kartoffelchips in einzelnen Ländern. (Grafik: Flexible Packaging Europe)
Die Organisation Flexible Packaging Europe zeigt hier den Anteil von Folien bei Kartoffelchips in einzelnen Ländern. (Grafik: Flexible Packaging Europe)
14.04.2026 | Packaging

Lieferanten flexibler Verpackungen benötigen dringend praktikable und einheitliche Leitlinien zur Umsetzung

Die Organisation Flexible Packaging Europe (FPE) bekräftigt seine Ablehnung jeglicher Versuche, die Verordnung (EU) 2025/40 über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR) erneut aufzuschnüren oder deren Umsetzung zu verzögern.

 

Dies erfolgt vor dem Hintergrund jüngster Forderungen aus Teilen der Industrie, die Anwendung zu verschieben und zentrale Bestimmungen zu überprüfen. FPE erkennt an, dass weiterhin mehrere Herausforderungen bei der Umsetzung bestehen, welche die Fähigkeit der Wertschöpfungskette einschränken, die kommenden Anforderungen zu erfüllen. Diese sollten jedoch durch klare, praktikable und zeitnahe sekundäre Rechtsakte adressiert werden, die eine einheitliche Umsetzung gewährleisten – nicht durch eine Wiedereröffnung des primären Rechtsrahmens.

Die Veröffentlichung der Mitteilung der Kommission zur PPWR sowie der FAQs stellt einen ersten Schritt dar. Dies allein wird jedoch nicht ausreichen. FPE fordert die Europäische Kommission auf, ihre Anstrengungen dringend zu intensivieren und die gesamte Verpackungswertschöpfungskette durch folgende Maßnahmen zu unterstützen:

Klare und praktikable Regelungen zur Einhaltung der ab August 2026 geltenden Anforderungen, einschließlich realistischer Umsetzungspfade, die mit den nationalen Behörden abgestimmt sind, um eine einheitliche Umsetzung beispielsweise der PFAS-Zielvorgaben sicherzustellen; sowie

Die rechtzeitige Verabschiedung fairer und praktikabler sekundärer Rechtsakte in zentralen Bereichen wie Recyclingfähigkeit, Rezyklatanteile in Kunststoffverpackungen, Minimierung und Marktbeschränkungen, um eine Umsetzung dieser Maßnahmen bis 2030 zu ermöglichen.

Wie der Verband schreibt, sei diese Klarheit entscheidend, damit Unternehmen die Anforderungen auf praktikable, durchsetzbare und faire Weise erfüllen können und gleichzeitig weiterhin Innovationen vorantreiben.

Flexible Packaging Europe ist bereit, Entscheidungsträger zu unterstützen, um eine praktikable Umsetzung der PPWR sicherzustellen. Dies kann durch einen dringenden hochrangigen Dialog mit den relevanten Akteuren erreicht werden, um die notwendige Klarheit für die flexible Verpackungswertschöpfungskette zu schaffen.

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Frau Herr
 
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