Reinigungsspezialist Beam plädiert für Ende des „Desinfektionswahns“
„Wer hygienisch reinigt, muss nicht desinfizieren. Schon gar nicht in seinem privaten Umfeld“, betonen die Hygiene-Experten Robert und Marco Wiedemann aus Altenstadt (Bayern) und stellen klar: „Wir sehen das wie das Robert-Koch-Institut: Ob Flächen überhaupt desinfiziert werden sollten, muss im Einzelfall entschieden werden und hängt davon ab, wie intensiv der Kontakt zu Erkrankten war. In der Regel reicht eine effiziente Reinigung völlig aus.“ Robert und Marco Wiedemann sind Geschäftsführer der Beam GmbH, die Dampfsaugsysteme herstellt, die ohne Chemie arbeiten.
„Ich verstehe die Hysterie nicht“, sagt Robert Wiedemann. „Gerade im privaten Haushalt sind Desinfektionsprodukte nicht nur überflüssig – im schlimmsten Fall können sie hier sogar schädlich sein, denn Desinfektionsmittel belasten die Umwelt und vor allem bergen sie gesundheitliche Risiken. Sie zerstören zum Beispiel Bakterienstämme, die extrem wichtig für unsere Organismen sind, und sie können darüber hinaus zu Antibiotika-Resistenzen führen. Im privaten Umfeld sollten Desinfektionsmittel wirklich nur in Ausnahmefällen eingesetzt werden. Reinigen reicht da allemal.“
Dies gelte jedoch auch für Unternehmen. Robert Wiedemann: „Auch in vielen Unternehmen wird viel zu viel Chemie eingesetzt und häufig falsch angewendet, sodass die Wirkung komplett verfehlt wird. Auch hier wird übersehen, dass vor jeder Desinfektion unbedingt eine effiziente Reinigung stehen muss. Desinfiziert werden sollte nur dort, wo es auch wirklich sinnvoll ist. Und wenn es sinnvoll ist, dann ist es in der Regel auch vorgeschrieben. Ansonsten reicht eine hygienische Reinigung völlig aus.“
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