Der in Zürich ansässige Konzern rechnet für das zweite Halbjahr mit einer Erholung des Geschäfts.
Der in Zürich ansässige Konzern rechnet für das zweite Halbjahr mit einer Erholung des Geschäfts.
16.04.2026 | Industrie

Barry Callebaut vermeldet Rückgang bei Volumen und Ertrag

Die Barry Callebaut AG, Zürich, meldet für das erste Halbjahr 2025/26 ein Absatzvolumen von rund 1,01 Mio. Tonnen. Der Kakao- und Schokoladenkonzern spricht von einer schrittweisen Verbesserung der Verkaufsmenge und einem starken Cash flow, mit klarem Fokus auf wachstumsrelevante Prioritäten.

 

Die Barry Callebaut AG, Zürich, hat heute seine Halbjahreszahlen für das Geschäftsjahr 2025/26 (28. 2.) vorgelegt. Das Absatzvolumen sank gegenüber den Halbjahreszahlen des Vorjahres um 6,9 Prozent auf rund 1,01 Mio. Tonnen. Wie der Konzern mitteilte, habe sich im zweiten Quartal nun eine Verbesserung auf ein Minus von 3,6 Prozent abgezeichnet, getrieben von Wachstum in Asien-Pazifik, Naher Osten und Afrika sowie Lateinamerika.

Die Verkaufsmenge im Geschäftsbereich Global Chocolate sank um 5,1 Prozent und schnitt damit besser als der globale Markt für Schokoladen und Süßwaren ab (- 6.5 %; Quelle: Nielsen – Volumenwachstum ohne E-Commerce – 26 Länder, September 2025 – Januar 2026. Daten an den Berichtsperiode von Barry Callebaut angepasst. Die Daten von Nielsen geben den Ausser-Haus- und Impulskonsum nur teilweise wider.)

Die Menge in der Unit Global Cocoa ging aufgrund der schwachen Marktnachfrage, insbesondere in der AMEA-Region, sowie aufgrund der Priorisierung von profitableren Segmenten um 14,3 Prozent zurück. Im zweiten Quartal verbesserte sich die Verkaufsmenge auf minus 5,2 Prozent – mit ersten Anzeichen einer Markterholung.

Der Gruppen-Umsatz belief sich angesichts der geringeren Absatzmengen auf 6,75 Mrd. Schweizer Franken, was einem Rückgang von 3,7 Prozent in lokalen Währungen (- 7,3 % in CHF) entspricht. Im zweiten Quartal verringerten sich die Preise im Jahresvergleich aufgrund des Kosten-Plus-Preismodells, das Barry Callebaut für den Großteil seines Geschäfts anwendet, heißt es in der Mitteilung.

Der Bruttogewinn belief sich auf 668,9 Mio. Franken, ein Plus von 6,8 Prozent in lokalen Währungen (+ 2,3 % in CHF), was auf die starke Profitabilität des Segments in einem günstigeren Margenumfeld zurückzuführen sei, so der Konzern. Der wiederkehrende operative Gewinn (EBIT recurring) lag bei 310,9 Mio. Franken, ein Rückgang von 4,2 Prozent in lokalen Währungen. Dabei wurde laut Mitteilun das günstigere Margenumfeld bei Kakao durch rückläufige Absatzmengen, Lieferengpässe und einen wettbewerbsintensiven Markt mit Überkapazitäten mehr als kompensiert. In einem Umfeld schnell fallender Preise gerieten insbesondere die Margen von Gourmet durch Investitionen im Zusammenhang mit einer Long-Position vorübergehend unter Druck.

Der wiederkehrende Konzerngewinn stieg um 66,1 Prozent auf 108,9 Mio. Franbken – dank deutlich gesunkener Zins- und Steuerbelastung infolge des massiven Schuldenabbaus. Der ausgewiesene Konzerngewinn betrug 89,1 Mio. Franken gegenüber CHF 30,5 Mio. im Vorjahreszeitraum.

„Wenn ich meine ersten Monate bei Barry Callebaut reflektiere, wird deutlich, dass wir eine einzigartige Marktposition, tiefgreifendes Know-how und fundamentale Wachstumschancen haben. Gleichzeitig liegt viel Arbeit vor uns, um das Unternehmen nach einer turbulenten Phase branchenbedingter Umbrüche und Transformationen wiederzubeleben“, kommentierte der neue CEO Hein Schumacher die Zahlen. „Wir müssen die Grundlagen wiederherstellen, den Service verbessern und unsere regionalen Geschäftsbereiche stärken. In der ersten Hälfte unseres Geschäftsjahres sanken die Kakaobohnenpreise, was die zukünftige Entwicklung des Marktes für Schokoladen und Süsswaren positiv beeinflusst und einen starken freien Cash flow begünstigt hat.“

Schumacher kündigte das Programm „Focus for Growth“ an, dessen Details im Juni 2026 vorgestellt werden. Für das Gesamtjahr erwartet Barry Callebaut derzeit einen Volumenrückgang von 1 bis 3 Prozent. Im zweiten Halbjahr soll das Wachstum zurückkehren, zeigte sich das Management optimistisch.

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Frau Herr
 
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