Schweizer Schokolade 2025: Absatz rückläufig – Umsatz steigt weiter
Angesichts dieser Entwicklung sei es für die Branche zentral, dass die wirtschaftlichen und handelspolitischen Rahmenbedingungen für den Produktionsstandort Schweiz verlässlich bleiben.
Die im Jahr 2025 verkaufte Menge Schweizer Schokolade sank gegenüber dem Vorjahr um 7,9 Prozent auf insgesamt 192.548 Tonnen. Während im Inland 55.719 Tonnen verkauft wurden (- 4,4 %), gingen die Exporte auf 136.829 Tonnen (- 9,3 %) zurück. 71,1 Prozent der verkauften Menge wurden im Ausland abgesetzt. Zu den wichtigsten Absatzmärkten zählen analog zum Vorjahr Deutschland, das Vereinigte Königreich, Frankreich, Kanada und die USA.
Trotz des Mengenrückgangs erzielten die Schweizer Schokoladehersteller erneut einen deutlich höheren Umsatz. Insgesamt lag dieser im Jahr 2025 bei 2,467 Mrd. Schweizer Franken (+ 11,8 %). Sowohl im Inlandsmarkt (+ 10,9 % auf 1,028 Mrd. CHF) als auch im Exportgeschäft (+ 12,4 % auf 1,440 Mrd. CHF) stiegen die Umsätze. Der wertmäßige Anstieg spiegelt jedoch keine stärkere Nachfrage wider. Vielmehr ist er laut Chocosuisse vor allem auf gestiegene Produktionskosten zurückzuführen. Insbesondere die weiterhin hohen Kakaopreise hätten Preisanpassungen entlang der Wertschöpfungskette notwendig gemacht.
Dementsprechend war auch der Konsum rückläufig: Der Pro-Kopf-Konsum von Schokolade in der Schweiz sank im Jahr 2025 auf 10,3 Kilogramm, was einem Rückgang von 2,7 Prozent entspricht. Besonders deutlich ging der Konsum von Schweizer Schokolade (- 4,5 % auf 6,1 kg) zurück, während der Konsum importierter Schokolade (- 0,2 % auf 4,2 kg) nahezu stabil blieb. Der Anteil importierter Schokolade am gesamten Schokoladenkonsum in der Schweiz lag damit bei rund 41 Prozent.
Die Schweizer Schokoladeindustrie steht weiterhin unter erheblichem Kostendruck. Insbesondere die stark gestiegenen Kakaopreise haben die Produktionskosten nach Verbandsangaben deutlich erhöht und in vielen Märkten Preisanpassungen notwendig gemacht. Gleichzeitig zeige der Rückgang der Absatzmengen, dass die Nachfrage in einem Umfeld höherer Preise abgenommen habe. Für die Zukunft der Branche sei das internationale Marktumfeld entscheidend. Mit einem Exportanteil von über 70 Prozent sei die Schweizer Schokoladeindustrie stark auf stabile Rahmenbedingungen und offene Märkte angewiesen.
„Die Schweizer Schokolade genießt weltweit einen ausgezeichneten Ruf“, sagt Beat Vonlanthen, Präsident von Chocosuisse. „Gerade in einem anspruchsvollen Marktumfeld ist es entscheidend, dass unsere Unternehmen weiterhin auf verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen zählen können. Von zentraler Bedeutung ist dabei auch der aktive Veredelungsverkehr als unabdingbarer Bestandteil der Nachfolgelösung zum Schoggigesetz.“ Damit die Unternehmen international wettbewerbsfähig blieben, brauche es möglichst reibungslose Handelsbedingungen. Neben einem Abkommen mit den USA, das zusätzliche Planungssicherheit schaffen könnte, sei insbesondere ein hindernisfreier Zugang zum EU-Markt zentral. Chocosuisse setzt sich deshalb dafür ein, dass keine zusätzlichen Handelshemmnisse durch Schweiz-spezifische Regulierungen entstehen und dass durch weitere Freihandelsabkommen neue Absatzmöglichkeiten erschlossen werden können.
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