Auf dem Betriebsgelände im schwäbischen Waldenbuch nimmt Ritter fünf Großwärmepumpen in Betrieb. (Foto: Ritter Sport)
Auf dem Betriebsgelände im schwäbischen Waldenbuch nimmt Ritter fünf Großwärmepumpen in Betrieb. (Foto: Ritter Sport)
05.03.2026 | Industrie

Ritter ersetzt Gas durch Abwärme – und wird dafür vom Land ausgezeichnet

Der Schokoladenhersteller Ritter nimmt Großwärmepumpen in Betrieb und deckt damit künftig 90 Prozent seines Wärmebedarfs.

 

Am Standort Waldenbuch nutzt Ritter ab sofort die im Produktionsprozess entstehende Abwärme, um das Werk zu heizen. Fünf Wasser-Wasser-Großwärmepumpen erzeugen zusammen rund 12.000 MWh und ersetzen damit etwa 25.000 MWh Gas jährlich. Zwei Anlagen laufen bereits, drei weitere folgen im Laufe des Jahres.

Als Kältemittel kommt Ammoniak zum Einsatz. Das Gas hat Global Warming Potential von null, das bedeutet, dass freigesetztes Ammoniak nicht direkt zum Treibhauseffekt beiträgt. Ergänzt wird das System durch eine Hybrid-Kühlanlage, die die Abwärmerückgewinnung erst möglich macht und den Trinkwasserverbrauch um rund 20.000 Kubikmeter pro Jahr senkt.

Das Ergebnis: Ritter spart rund 90 Prozent der CO₂-Emissionen ein, die direkt am Standort entstehen – durch Heizung, Produktion und eingekauften Strom. In der Klimaberichterstattung werden direkte und energiebezogene Emissionen als Scope 1 und Scope 2 bezeichnet – also alles, was ein Unternehmen selbst direkt kontrolliert. In beiden Kategorien ist Ritter damit nahezu klimaneutral – und das ohne den Kauf von Klimazertifikaten.

Das Projekt wurde vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg als „GreenTech BW Spotlight" ausgezeichnet und ist Teil der Verpflichtung, die Gesamtemissionen bis 2030 um 42 Prozent gegenüber 2021 zu reduzieren.

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Frau Herr
 
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