Nach einer prägnanten Zusammenfassung aller Vorträge durch den Moderator des Technik-Forums, Nikolaus Reichenbach von der August Faller GmbH & Co. KG, zogen die Teilnehmer das Fazit, dass ihnen das Forum  erneut zahlreiche Gelegenheiten geboten habe, sich zu informieren und sich auszutauschen. (Bild: FFI)
Nach einer prägnanten Zusammenfassung aller Vorträge durch den Moderator des Technik-Forums, Nikolaus Reichenbach von der August Faller GmbH & Co. KG, zogen die Teilnehmer das Fazit, dass ihnen das Forum erneut zahlreiche Gelegenheiten geboten habe, sich zu informieren und sich auszutauschen. (Bild: FFI)
16.02.2026 | Packaging

FFI-Technik-Forum zeigt Wege zur vernetzten und automatisierten Faltschachtel-Weiterarbeitung

Beim Technik-Forum des FFI – Fachverbands Faltschachtel-Industrie e.V. diskutierten rund 50 Teilnehmer mit Referenten das Thema „Schlüsseltechnologien bei der Automatisierung und Digitalisierung in der Faltschachtel-Weiterverarbeitung“.

 

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch die inspirierende Keynote-Speech „Von ‚Jugend forscht!‘ zum echten Durchbruch“ von Tim Schleicher von der Firma One Thousand GmbH. Er zeigte Anwendungsfälle auf, bei denen die Künstliche Intelligenz eingesetzt werden kann. So ist die Generierung von Podcasts aus Bedienungsanleitungen möglich, die Analyse von Videos von Baustellen im Hinblick auf Sicherheitsprobleme, um nur einige Beispiele zu nennen. Besonders spannend war für die Teilnehmer zu erfahren, dass mittels moderner KI-Modelle aus Bildern von Satelliten Rückschlüsse auf industrielle Produktionsprozesse und wirtschaftliche Aktivitäten gezogen werden können. Mit seinem Vortrag verdeutlichte Tim Schleicher, dass Künstliche Intelligenz vielfältige Möglichkeiten eröffnet, aber verantwortungsvoll damit umgegangen werden muss.

Anschließend zeigten Florian Nitschke und Richard Perner von Krifft & Zipsner auf, wie sich mithilfe intelligenter Software Insellösungen überwinden und ein durchgängiger Materialfluss realisieren lässt. Natascha Döme (Impack) erläuterte den praktischen Transformationsprozess von manuellen Verpackungstätigkeiten hin zu intelligenter und skalierbarer Automatisierung an der Faltschachtel-Klebemaschine. Zum Abschluss ihres Vortrags wies sie darauf hin, dass sich in langjährigen Analysen und Umsetzungsprojekten an Faltschachtel-Klebemaschinen gezeigt habe, dass Vollautomatisierung nicht immer das wirtschaftlich sinnvollste Ziel ist und Teilautomatisierung oft der effizienteste und nachhaltigste Einstieg ist.

Maximilian Hedt und Maximilian Hentschel von der regionrise GmbH beleuchteten die Vorteile, die sich durch den Einsatz von Digitalen Zwillingen und KI in der modernen Faltschachtel-Industrie ergeben und erläuterten die Einsatzfelder und die Voraussetzungen, die für ihren erfolgreichen Einsatz notwendig sind. Sie wiesen u. a. darauf hin, wie wichtig es für die effektive Nutzung von Large Language Modellen, wie ChatGPT ist, gezielt zu prompten.

Überrascht waren die Forumsteilnehmer über den Vortrag von Philipp Quenzel (QTM Automatisierung, Maschinen und Service GmbH), der eine interessante, dezentrale Palettierlösung in Form eines Cobots vorstellte. Bisher war QTM den meisten nur als Vertreiber generalüberholter und neuer Stanzmaschinen bekannt. Gerade die Flexibilität, Skalierbarkeit und Einsparung von Transportwegen sind entscheidende Vorteile gegenüber zentralen Palettiersystemen, die für Faltschachtelunternehmen, die sich im Spannungsfeld zwischen Krankenstand, Arbeitskräftemangel und Lieferdruck befinden, eine große Rolle spielen.

Schließlich präsentierten Florian Kehle und Björn Sommer vom Unternehmen Matthias Meidlinger verschiedene Möglichkeiten, wie der Prozess von gedruckten Bögen bis zum Versand vollautomatisiert erfolgen kann, u. a. ein System, mit dem Faltschachteln vollautomatisch banderoliert und verpackt werden können.

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Frau Herr
 
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