27.01.2026 | Packaging

Das Recycling von Verpackungsabfällen in Deutschland funktioniert

Das Umweltbundesamt (UBA) und die Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) haben auf ihrer Jahrespressekonferenz die neuesten Zahlen zum Verpackungsrecycling präsentiert und widerlegen damit häufige Irrtümer zum Kunststoff- und Glasrecycling.

 

Wie Dr. Bettina Rechenberg, Fachbereichsleiterin Kreislaufwirtschaft beim UBA, und Gunda Rachut, Vorstand der ZSVR, einhellig betonten, belegen die Daten eindeutig: Recycling ist kein Mythos, sondern funktioniert und ist gut überwacht. Verbreitete Irrtümer zum Kunststoff- und Glasrecycling erweisen sich bei genauer Betrachtung als nicht belastbar.

Die Recyclingquoten sind stabil. Im Jahr 2024 wurden erneut rund 5,5 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle aus der Sammlung der dualen Systeme verwertet. Fünf von acht Recyclingquoten wurden erreicht, teilweise auch übererfüllt. Wie in den Vorjahren erfüllten Verpackungen aus Papier/Pappe/Karton, Weißblech, Aluminium und Kunststoffen die gesetzlichen Zielvorgaben. Deutlich verfehlt wurden hingegen erneut die Quoten für Getränkekarton-, Glas- und Verbund-Verpackungen.

UBA und ZSVR widerlegten in der Pressekonferenz mit aktuellen Zahlen und Fakten weitverbreitete Mythen zum Verpackungsrecycling. Eine zentrale Fehlannahme: Deutschland recycelt nur sehr wenige Kunststoffverpackungen. Fakt ist: Die Quote für die werkstoffliche Kunststoffverwertung ist seit 2018 von 42 Prozent auf 70 Prozent gestiegen. „Diese Entwicklung freut uns besonders. Das sind fast 30 Prozentpunkte mehr als 2018. Erstmals wurden mehr als 70 Prozent der Kunststoffverpackungen dem werkstofflichen Recycling zugeführt“, erklärte Rechenberg. „Den Irrglauben, es würde sowieso alles verbrannt, können wir damit eindrucksvoll widerlegen.“

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Frau Herr
 
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