Barry Callebaut macht Fortschritte bei BC Next Level
Maßgebliche Treiber waren die niedrigere Nachfrage, das veränderte Kundenverhalten wegen des volatilen Umfelds und die Priorisierung von profitablen Segmenten bei Global Cocoa. Der Umsatz stieg um 49,0 Prozent in Lokalwährungen (+ 42,4 % in CHF) auf 14,789 Mrd. Schweizer Franken. Der Anstieg erfolgte nach Konzernangaben vor allem aufgrund der signifikant erhöhten Preise, die Barry Callebaut mit dem Kosten-Plus-Preismodell adressiert.
Der Bruttogewinn stieg dank des Kosten-Plus-Preismodells und des Produktmix um 8,0 Prozent in Lokalwährungen (+ 2,7 % in CHF) auf 1,419 Mrd. Schweizer Franken. Der wiederkehrende Betriebsgewinn (EBIT) wuchs um 6,4 Prozent in Lokalwährungen (- 0,1 % in CHF) auf 703,4 Mio. Schweizer Franken. Der Anstieg resultiert aus der Weitergabe höherer Finanzierungskosten durch das Kosten-Plus-Preismodell. Zudem wirkten sich der Produktmix und BC-Next-Level-Kosteneinsparungen positiv aus. So konnten der Volumenrückgang und die Investitionen im Digitalbereich und in verstärkte Resilienz im neuen Marktumfeld mehr als ausgeglichen werden.
Im Gesamtjahr belief sich der wiederkehrende Konzerngewinn auf 249,6 Mio. Schweizer Franken, was einem Rückgang um 35,9 Prozent in Lokalwährungen (- 40,2 % in CHF) entspricht. Dafür verantwortlich waren vor allem geringere Absatzmengen und höhere Kosten in einem disruptiven Markt. Der ausgewiesene Betriebsgewinn (EBIT) lag bei 635,1 Mio. Schweizer Franken im Vergleich zu 446,1 Mio. Schweizer Franken im Vorjahr. Grund dafür waren die geringeren einmaligen Ausgaben für BC Next Level (61,3 Mio. CHF vs. 264,5 Mio. CHF im Vorjahr). Von den einmaligen Ausgaben entfallen 63,7 Mio. Schweizer Franken auf zahlungswirksame, nicht wiederkehrende BC-Next-Level-Programm- und Restrukturierungskosten. Der ausgewiesene Konzerngewinn betrug nach Abzug der einmaligen BC-Next-Level-Kosten 188,4 Mio. Schweizer Franken.
Peter Feld, CEO der Barry Callebaut Gruppe, sagte: „Das abgelaufene Geschäftsjahr war geprägt von einer außergewöhnlichen und noch nie dagewesenen Volatilität im Kakao- und Schokoladenmarkt. Das hatte Auswirkungen auf Barry Callebaut, aber auch unsere Kunden. Im zweiten Halbjahr haben wir uns dynamisch an die veränderten Marktbedingungen angepasst. Mit gezielten Maßnahmen haben wir unseren Cashflow gesteigert und unsere Schulden deutlich abgebaut. Maßgeblich geholfen hat uns dabei unser neues Cocoa-Betriebsmodell, das Profitabilität priorisiert. Außerdem haben wir einen gruppenweiten Prozess für den Vertrieb und die damit verbundene operative Planung eingeführt. Auch bei der Umsetzung von BC Next Level machen wir weiterhin deutliche Fortschritte. Das Programm bringt Barry Callebaut näher an unsere Kunden und Märkte und legt den Fokus auf Vereinfachung und Digitalisierung. Damit werden wir widerstandsfähiger und schaffen die Grundlage, um den Schuldenabbau im Geschäftsjahr 2025/26 fortzusetzen. Unsere Ambition bleibt, der vertrauenswürdige Anbieter und Partner unserer Kunden zu werden und Barry Callebaut damit zurück auf Wachstumskurs zu bringen. Unser verbesserter Net Promoter Score (NPS) bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Unsere strategischen Schwerpunkte sind klar: Wir bauen unsere führende Position bei Schokolade weiter aus, wachsen im Bereich Kakaoüberzüge (sog. Cacao Coating bzw. Compound-Geschäft) und bringen Innovationen ganz ohne Kakao auf den Markt. Ein Beispiel dafür ist die angekündigte Partnerschaft mit Planet A Foods (ChoViva), die unsere Widerstandsfähigkeit weiter stärken wird. Ich bedanke mich bei allen Mitarbeitenden, Kunden, Aktionären und Partnern für ihren Beitrag dazu, dass wir uns in diesem beispiellosen Jahr erfolgreich behaupten konnten. Ich freue mich auf ihre Unterstützung auf unserem weiteren Weg.“
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